© enev-immobilien 2018 Brennwerttechnik  Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen, der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffs nahezu vollständig nutzt. Der Unterschied zu konventionellen Kesseln besteht darin, dass Brennwertkessel eine höhere Ausnutzung des Wärmegehalts im Abgas mittels eines zusätzlichen Wärmetauschers nutzen. Brennwertgeräte gibt es für Pellets, Gas- und Ölfeuerungen. Die Brennwerttechnik nutzt zusätzliche Wärme und erhöht den Wirkungsgrad um ca. 6 Prozent bei Heizöl EL und ca. 11 Prozent bei Erdgas. Wärmepumpe Eine Wärmepumpe arbeitet wie ein Kühlschrank, wobei die anfallende Wärme genutzt wird. Die Energie für den Betrieb wird im Mittel zu 3/4 aus der Umgebung genommen und zu 1/4 aus dem elektrischen Netz. Die Wärmeenergie 4/4 insgesamt wird dann an das Heizungswasser abgegeben. Interessant ist der Betrieb einer Wärmepumpe bei einer Fußbodenheizung oder Schwimmbad. Der Gütegrad oder Jahresabreitszahl der Wärmepumpe berechnet sich auf folgender Formel nach dem Carnotprozess: e = 0,5 * Twarm/Twarm-Tkalt ; Rechnungsbeispiel für Fußbodenheizung: 35°C = 308 K ; Umgebungswärme der Wärmepumpe z.B. = 0°C = 273 K: Rechnung nun: 0,5 * 308K/(308K-273K) = 4,4. Diese Zahl ist nun ein guter Maßstab für die Entscheidung, welchen Wärmepumpentyp man wählt und wie man seine Heizungsanlage in Verbindung mit einer Wärmepumpe sinnvoll auslegt. Man unterscheidet... Grundwasserwärmepumpe, die die Energie aus dem Grundwasser entnimmt Wärmepumpe, die die Erdwärme mittels Sonden aus dem Erdreich entnimmt Wärmepumpe, die die Erdwärme mittels Wärmtauscherschlange entnimmt Wärmepumpe, die die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzt Pelletsheizung  Eine Pelletheizung (oder auch Pelletsheizung) ist eine Heizung, in deren Heizkessel Holzpellets (kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl) verfeuert werden, weitere pelletierte Brennstoffe wie Strohpellets kommen vereinzelt zum Einsatz. Pellet-Einzelöfen sind in der Regel Anlagen im Leistungsbereich von ca 6-8 kW (reicht für ca. 100 m²), die direkt im Wohnraum aufgestellt werden. Die Positionierung im Wohnhaus wäre zentral zu empfehlen, um die Wärmeenergie im gesamten Haus zu nutzen. Pelletsheizungen verfügen in der Regel über einen kleinen Vorratsbehälter für Brennstoffe. Brennstoffzufuhr und die Regelung der Verbrennung werden automatisch gesteuert, die Asche muß von Hand entfernt werden. Die Wärme wird i.d.R. direkt an die Raumluft abgegeben. Wasserführende Öfen nutzen einen Teil der Energie, um Wasser zu erwärmen, das sich in Wassertaschen um die Brennkammer befindet. Damit kann die Leistung einer vorhandenen Zentralheizung unterstützt oder im Einzelfall ersetzt werden. Pelletsöfen besitzen meist ein Fenster zum Beobachten des Feuers. Dies ermöglicht eine Wärmenutzung als Strahlungswärme. Heutige Zentralheizungen mit Holzpellets als erneuerbare Energiequelle sind in Betrieb und Wartung mit Öl- und Gasheizungen vergleichbar und erreichen Wirkungsgrade von über 90%. Sonnenkollektoren In einem Sonnenkollektor oder auch Solarkollektor wird die Energie des Sonnenlichts auf das Heizwasser direkt übertragen. Der Absorber soll direkte und diffuse Sonnenstrahlung durch Absorption möglichst gut auffangen und auf das in diesem durchfließende Heizwasser übertragen. Dabei soll er möglichst wenig Wärme wieder in Form von Strahlung abgeben (Emission). Dazu ist er auf der Sonnenseite zugewandten Seite schwarz eingefärbt oder mit einer Beschichtung versehen. Sonenkollektoren werden i.d.R. auf das Dach des Hauses montiert. In Europa fallen bei Sonnenschein je nach Jahreszeit und Sonnenstand zwischen 200 und 1000 W/m² ein. Sonnenkollektoren sind eine sinnvolle Ergänzung zu einer bestehenden oder geplanten Heizungsanlage. Sonnenkollektoren erhöhen die Effizienz des Hauses (bezüglich KfW- Betrachtung hinsichtlich Kredit/Förderung). Man unterscheidet.. Flachkollektoren, die herkömmliches Dämmmaterial verwenden Vakuumröhrenkollektoren, die die Dämmung durch ein Vakuum erreichen, aber teurer in der Anschaffung sind Vakuum-Flachkollektoren, d. h. flache Bauform, gutes Brutto/Netto-Flächenverhältnis und Vakuum-Dämmung Einfachabsorber, die als Niedertemperatur-Kollektoren zur Schwimmbaderwärmung verwendet werden: Sie bestehen meist aus Kunststoff und sind in der Regel überhaupt nicht zusätzlich gedämmt. Blockheizkraftwerk   Blockheizkraftwerke sind Stromerzeuger, bei denen die Abwärme zu Heizzwecken genutzt werden. Als Kraftstoffe kommen vorwiegend fossile oder regenerative Kohlenwasserstoffe wie Heizöl, Pflanzenöl (zumeist Palmöl), Biodiesel (für einen Dieselmotor) oder Erdgas bzw. Biogas zum Einsatz. Bei BHKW-Anlagen auf Basis von Verbrennungsmotoren fällt Abwärme im Kühlkreislauf und im Abgas an. Sie wird über Wärmeübertrager in den Heizkreislauf der Gebäude-Zentralheizung überführt. So ist ein Nutzungsgrad von bis zu 95 Prozent erreichbar, abhängig von der jeweiligen Auslastung des Motors und dem Motorwirkungsgrad. Der reine elektrische Wirkungsgrad bei Motorvolllast beträgt je nach Brennstoff, Größe und Bauweise (z. B. mit/ohne Turbolader) des Motors und Generators zwischen 20 (bei Mini-BHKW) und 43 % (Dieselmotoren mit Leistungen über 1 MW).