© enev-immobilien 2018 Wärmedämmung ... Eine gute Wärmedämmung spart Energie und schont den Geldbeutel. Aber was soll man  nun dämmen? Zwischen einer wärmegedämmten Wand und einer ungedämmten Wand gibt es einen  Unterschied von sehr schlecht = 1,5 W/m²*K  und  sehr gut von 0,2 W/m²*K  Nimmt man also an, die Differenz wäre 1,3 W/m²*K entspricht dies bei einem  Einfamilienhaus von 12 x 10 m Grundriss eine Außenwandfläche von ca. 150 m² (ohne  Keller). Bei einer Innentemperatur von 20°C und einer Außentemperatur von -10°C   bedeutet das also eine Temperaturdifferenz von 20°C - -10°C = 30°C = 30K. In der  Wärmeenergieberechnung sieht es nun wie folgt aus: 150 m² * 1,3 W/m²* 30 K = 5850 W oder 5,85 kW. Die Interpretation des Ergebnisses ist nun, dass 5,85 kW Mehrenergie verloren geht  aufgrund der schlechten Wärmedämmung.  In 24 h, also 1 Tag  bedeutet dies letzendlich: 24 h * 5,85 kW = 140,4 kWh  pro Tag oder auch 14 L Öl- bzw. 14 m³ Gasverbrauch oder  bei 0,70 ct/L Öl = 9,80 €/Tag Mehrkosten an Energie durch schlechte Dämmung. Man unterscheidet mehrere Arten der Dämmung Innendämmung und Außendämmung Innendämmung  Innendämmung sollte man machen, wenn  es nicht anders geht, z.B. im Keller, als Mieter  o.a., ist kostengünstiger aus Außendämmung. Bei der Innendämmung bleibt die Wand kalt, sie kühlt also mit der Außentemperatur ab.  Nachteilig wirkt sich das auf den Verbrauch aus, ebenfalls schlecht ist, dass an der Wand  die Luft abkühlt und zu Schwitzwasserbildung kommen kann. Hier wäre dann  Innendämmung mit Dampfsperre erforderlich, sonst kann es zu Schimmelbildung  kommen.Bei installierten Heizungsrohrsystemen in der Wand liegen diese im kalten  Bereich und geben zusätzlich Wärmeenergie (Verluste) ab. Außendämmung  Die Aussendämmung ist in jedem Falle vorzuziehen. Die Wand bleibt warm und dient  somit auch als Speicher. Bei installierten Rohrsystemen in der Wand liegen diese im  warmen Bereich.   Zwischensparrendämmung  Die Zwischensparrendämmung wird zwischen den Sparren eingelegt und nutzt damit den  Raum zwischen den Sparren.  Aufdachdämmung  Die Aufdachdämmung verursacht eine Erhöhung des Daches und der dazugehörigen  Lage der Dachrinne. Die bekannten Aufdachdämmungen werden mit Hartschaum-  Material aufwändig und umweltbelastend hergestellt. Diese Hartschaumplatten müssen  nach Gebrauch aufwändig entsorgt werden.  Wärmedämmverbundsysteme.  Wärmedämmverbundsysteme sind außen angebrachte Wärmedämmsysteme, die zwar  höhere Investitionen nach sich ziehen, aber auch viel Geld sparen. Darauf zu achten ist,  dass das System bis ca. 1 m unter die Bodenplatte angebracht wird, damit über diese  Bodenplatte nicht sehr viel Energie wiede verloren geht.   Eingesetzte Materialien:  Holzfaserwerkstoff, Holzfaserdämmplatte, Zellstoffverbundelemente, Holzwolle, Zellulose,  Hanf, Flachs, Kokos, Wolle, Schilfrohrplatten, wie Polyethylen, Polystyrol, Neopor,  Polyurethan, Resolschaum, Steinwolle, Glaswolle u.a.  Man kann sagen, je dicker, desto besser. Erreicht man hier bestimmte Mindestwerte an Dämmung, erhält man KfW-Zuschüsse  (Nichtrückzahlbar), siehe KfW-Förderung. Amplitude:  Amplitude nennt der Fachmann die Temperaturschwankungen über einen  Zeitraum von  24 Stunden, diese bildet in einem Diagramm eine Amplitude (Sinuskurve)  ab. Die  Schwankungen möchte man so klein wie möglich haben. Das erreicht man z.B. mit  einer  guten Wärmedämmung und Masse (gedämpfte Amplitude). Phasenverschiebung: Phasenverschiebung nennt der Fachmann die Zeitverzögerung zwischen dem Einwirken  der Außentemperatur auf das Dach und die Auswirkung auf die Räume unter dem Dach.  Eine Phasenverschiebung von z.B. 12 Stunden ist demzufolge eine Wirkung aus der  Mittagszeit 13.00-15.00 Uhr (Hitze Dach), die dann in der Nacht zwischen  1.00 und 3.00  Uhr erst wirksam wird. Dies erreicht man mit einer guten Dämmung und mit Masse, die  sich erst träge aufheizt, aber auch lange warm bleibt.Man kann also durch  Speicherkapazität der Materialien das Problem in die Nacht verlegen und dann die  Fenster öffnen und die Wärme abführen Dampfbremse:  Die Dampfbremse soll eine Diffusion (Transport) von Wasserdampf verhindern. Im Winter  will der Wasserdampf von innen nach außen zur trockeneren Luft wandern, bleibt dann  meist im kalten Bereich hängen und schlägt sich nieder als Tauwasser (z.B. in der  Mineralwolle). Im Sommer ist der Weg umgekehrt. Hier sind also Maßnahmen zu treffen.  Gut ist hier eine Hinterlüftung, die den Wasserdampf verteilt und nicht punktuell ausfallen  lässt. Bei Unterschreitung des Taupunktes (Luft mit rel. Feuchte von 100%) fällt Wasser  aus. Mittels punktueller Berechnung des Temperaturverlaufes in der Wand und  Berechnung des Partialdruckverlaufes des Wasserdampfes können bereits in der  PlanungTauwasser und Bauschäden im Holz durch Wasser und durch Frost  vermieden  werden. Tauwasseranfall ist ein sehr weit verbreitetes Problem, insbesondere durch viel  Eigenleistung und falsch eingeschätzter Kompetenz.  Hier ein Beispiel:   Es wurde die Wand nachträglich aussen zusätzlich mit Mineralwolle gedämmt. Der  Energieeinspareffekt war sehr gut. Im Sommer kam es dann aber zu Feuchtigkeitsanfall.  Der Grund: Die Wand blieb nun kühl 20,4 °C (wegen der Wärmedämmung), der  Druckabfall des Partialdruckes des Wasserdampfes war nun aber sehr gering, sodass der  Taupunkt von 21,4 °C (100% relative Feuchte) an der Wand aussen unterschritten wurde. Probleme im Winter gab es jedoch nicht, hier war auch rechnerisch alles im grünen  Bereich. Neuheit: Ein adäquates Mittel für Feuchtigkeitsvermeidung und sommerlichen  Wärmeschutz ist das  neue WRC-Verfahren (Wille-Roof-Cool-Verfahren), welches nicht  nur die gedämfte  Amplitude und die Phasenverschiebung berücksichtigt, sondern die  Ursache (Aufheizung des Daches) mit berücksichtigt. Beratung und Planung durch  Wiicon-Partner und  autorisierten Handwerksfirmen, die auch den Tauwasseranfall  berechnen und  berücksichtigen.